Als Trainingslabor ging das bikablo Advanced im Juni an den Start. Nun gehört es fest zum Inventar der bikablo-Trainingsformate und findet am 2. und 3. 11. 2020 ein zweites Mal statt. Ist dieses Format für mich geeignet, was muss ich mitbringen und was lerne ich dort? Das haben wir die drei Trainerinnen und Initiatorinnen Carola Keitel, Desireé van Dijk und Andrea Rawanschad gefragt.

Das erste bikablo Advanced habt ihr nun schon hinter euch. Ihr konntet erste Erfahrungen sammeln und Feedback einholen. Könnt ihr uns erklären, für wen das Training gedacht ist?

Das Training ist für alle, die schon Visualisierungserfahrungen haben, egal ob durch ein Bikablo-Basics, Autodidaktik oder ein anderes Training. Für all diejenigen, die eine Vertiefung möchten oder den nächsten Schritt wagen wollen, ohne sich dabei in eine bestimmte Richtung zu spezialisieren. Für alle, die noch mehr Technik benötigen, bevor sie sich in unser Visual Facilitator Curriculum begeben. Oder diejenigen, die schon im Curriculum sind und ihre Techniken noch einmal wiederholen und verbessern möchten. Es geht darum, die eigene Zeichentechnik zu vertiefen und in Echtzeit anzuwenden. Außerdem wird der Grundstein für den eigenen, authentischen Stil gelegt.

Unser Ziel ist es, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, ihren eigenen Visualisierungsweg zu gehen. Wir begleiten die Teilnehmenden bei Fragen wie: Wie entscheide ich mich wann wofür? Lege ich meinen Fokus auf das Visualisierungsprodukt oder den Prozess dorthin? Möchte ich mit anderen oder für andere zeichnen? Wir möchten vermitteln, was in der Welt der Visualisierung möglich ist und helfen dabei, für sich das Richtige zu finden.

Und wie sieht das inhaltlich konkret aus?

Am ersten Tag wird die Technik aufgefrischt und vertieft. Dann lernen wir die bikablo Emotions-Figuren. Danach beschäftigen wir uns mit den drei Ebenen der Plakatgestaltung. Über dynamische Techniken zur Entwicklung von Geschichten wird im Handumdrehen der Einstieg ins Storytelling gemacht.

Am zweiten Tag vermitteln wir Methoden zur Echfzeit-Visualisierung und ermöglichen eine Orientierung im Feld der unterschiedlichen Visualisierungsdisziplinen. Die Teilnehmenden erlernen neue Techniken für Live-Visualisierung und kommen damit auf eine Vorstufe zum Graphic Recording. Der rote Faden, der sich durch die beiden Tage zieht ist, dass Zeichentechnik und Echtzeitmethoden geübt, vertieft und ins Können gebracht werden.

Überschneidet sich das Format nicht inhaltlich mit den Modulen des Curriculums?

Überschneidungen gibt es nicht. Es werden zwar Methoden aus Graphic Recording, Visual Storytelling oder Visual Meeting Facilitation vermittelt, wir haben hier aber ganz bewusst neue Lernphasen entwickelt und keine aus anderen Trainings „ausgeliehen“. Wenn ein*e Teilnehmende*r dann merkt, dass das Live-Visualisieren gut funktioniert, könnte das Graphic Recording-Modul der nächster Schritt sein.

Wie kommen alle Teilnehmenden auf ihre Kosten, obwohl alle einen unterschiedlichen Background haben?

Da es sich um eine Mischung aus Basiswissen, Vertiefung und Einführung in neue Möglichkeiten handelt, glauben wir, dass es immer etwas zu lernen gibt – auch durch das unterschiedliche Vorwissen. Als Trainierende lernen wir durch die sehr heterogenen Gruppen auch immer wieder Neues. Gemeinsames Lernen macht Sinn und vor allem auch Spaß.

Was sind eure Erfahrungen und Highlights nach dem ersten Advanced?

Die Erfahrung aus dem ersten Advanced Training hat uns deutlich gezeigt, dass es das perfekte Format ist, um eine Brücke zwischen bikablo Basics und Curriculum zu bilden. Es gab Teilnehmende, deren Basic-Kurs schon lang her war und die ihre Kenntnisse vor dem Curriculum auffrischen wollten, um sich sicherer zu fühlen und dann so viel wie möglich aus dem Curriculum mitnehmen zu können. Aber auch die Teilnehmenden, die einfach ihr Visualisierungsrepertoire erweitern wollten, kamen voll und ganz auf ihre Kosten, da sie neue Methoden und Techniken kennenlernten.

Highlights gab es wirklich viele, aber unser Lieblingsmoment war wohl die Praxiswerkstatt. Dort wird das Storytelling mit dem Arbeiten in Echtzeit verknüpft. Hier wird im ersten Schritt eine Geschichte gezeichnet. Im zweiten recorden die Teilnehmenden dann in Echtzeit das Feedback der anderen zur ihrer Geschichte. Diese Phase war sehr energetisierend und wir waren alle baff, wie kraftvoll die Ergebnisse waren. Da sind alle – Teilnehmende und Trainierende – über sich hinausgewachsen.

Für alle, die wissen möchten, wie die Teilnehmenden das Training empfunden haben, hier ein paar Rückmeldungen vom Training im Juni:

„Perfektes Visual-Fortgeschrittenen-Training. Der gute nächste Schritt nach dem Basiskurs.“

„Für mich als sehr erfahrene Trainerin, die zum ersten Mal ein Training bei bikablo besucht hat, war es problemlos möglich mit meinen Kenntnissen einzusteigen. Eine kurze intensive Wiederholung und das Vormachen haben mich gleich mit in Boot geholt.“

„Eigene Stärke finden, Orientierung, wo es hingehen kann und viel Spaß beim Umsetzen der Übungen – das verspricht das Advanced-Training“

„Nach einem bikablo Basic Kurs kann man schon gute Ergebnisse bei sich erkennen. Das Labor Advanced hat mich jedoch auf meiner „Visualisierungsreise“ noch einen großen Schritt nach vorne gebracht. Ich kann nun gedruckt schreiben und habe das Prinzip der drei Ebenen nochmals geübt. Beides konnte ich sofort anwenden.“

„Das ganze Konzept war wie immer hervorragend strukturiert. Wir sind alle Schritte von Basics bis zum Graphik Recording durchgegangen. Dabei konnten auch kleine Lücken gefüllt werden.“

„Ein gut durchdachtes Konzept, das mich schnell in die Lage versetzt hat, ansprechende Plakate zu erstellen und Diskussionsbeiträge schnell und übersichtlich festzuhalten und mehrere Plakate zu einem Thema stimmig zu gestalten. Ich kann den Kurs empfehlen.“


Lust bekommen? Das nächste bikablo Advanced findet am 2. und 3.11.2020 bei Neuland in Eichenzell statt.
Information und Anmeldung


Carola KeitelCarola Keitel ist Bildhauerin, Mediatorin und Facilitator. Durch das Vereinen ihrer zahlreichen Fähigkeiten schafft sie es, Visualisierung und Prozessberatung miteinander zu verbinden und dadurch immer wieder Neues entstehen zu lassen.

Desirée van DijkDesireé van Dijk ist Neuropsychologin und Facilitator. Ihr Talent, Einfühlungsvermögen, Zugewandtheit und visuelle Sprache zu vereinen sorgt dafür, dass in Visualisierungstrainings und Veränderungsprozessen Barrieren wie von selbst fallen.

Andrea Rawanschad, Anwältin für Arbeits- und Betriebsverfahrensrecht, Mediatorin und Facilitator vereint das, was nicht vereinbar scheint: mit Bild, Herz und Verstand begleitet sie Gruppen bei jeder noch so verzwickten Lösungsfindung und unterstützt diese als Visual Facilitator und Trainerin.