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Was ist Visual Facilitation?

Alles, was du wissen musst, um erfolgreich mit dem Stift Teams zu führen und Co-Creation zu ermöglichen

Mit Visual Facilitation Meetings & Change-Prozesse verbessern

Visuelles Denken, Lernen und Zusammenarbeiten hat viele Gesichter. Deshalb gestaltet bikablo dieses Arbeitsfeld als Qualitätsführer, Pionier und Entwicklungsabor seit knapp 20 Jahren maßgeblich mit. Auf dieser Seite erklären wir, was Visual Facilitation bedeutet. Außerdem, wo diese Rolle eingesetzt wird und was unser Beitrag zum Thema ist. Und natürlich, wie die Ausbildung zum Visual Facilitator gelingt. 

Dieser Text enthält viele Rollenbezeichnungen. Deshalb verzichten wir hier für eine bessere Lesbarkeit ausnahmsweise auf das „Gendern.“

Visual Facilitating im Gruppendialog

Was ist Visual Facilitation?

Facilitation bedeutet „begleiten“ oder „erleichtern“. Im Kontext von Organisationsberatung, Gruppenarbeit, Meeting, Konferenz, Training, Seminar und Workshop ist der Facilitator also ein Dialogbegleiter oder Moderator. Also ist der Visual Facilitator (oder Graphic Facilitator) ein Prozessbegleiter mit dem Stift. Visualisierung – also das „sichtbar machen“ von Inhalten und Dynamiken mit Grafik, Bild und Text – ist eine Kernkompetenz und Grundlage unterschiedlichster Dialogwerkzeuge.

Als „Visual Consultant“ gestaltet der Visual Facilitator mit seinen Kunden zudem ganze Veranstaltungs-Choreografien. Das können Großgruppenkonferenzen oder Change-Events sein. Gemeinsam planen sie den Einsatz verschiedener visueller Interventionen wie Graphic Recording und Visual Storytelling. 

Dabei ist der Begriff ist eher eine Tätigkeitsbeschreibung als ein geschlossenes Berufsbild. Viele Moderatoren, Facilitators, Coaches andere Begleiter vor Prozessen nutzen Visual Facilitation als Zusatzqualifikation. Davon konzentrieren sich einige ganz auf die Arbeit mit dem Bild. Deshalb wählen sie den Begriff zunehmend auch als eigene Berufsbezeichnung.

Was unterscheidet Visual/Graphic Facilitation von Graphic Recording?

Neben Visual (oder Graphic) Facilitation haben sich weitere Begrifflichkeiten in der Szene der Visual Thinker/Visual Pracitioner etabliert. Zum Beispiel Sketchnoting, Visual Storytelling, Strategievisualisierung oder Graphic Recording (Visual Recording). Dabei bezeichnen Visual Facilitation und Graphic Recoding bezeichnen unterschiedliche Dinge: Der Visual Facilitator leitet Gruppengespräche mit dem Stift. Dem gegenüber erstellt der Graphic Recorder ein grafisch aufwändiges visuelles Protokoll „von der Seitenlinie“ aus. Und er ist in das Gespräch meist nicht aktiv involviert. Seine Visuelle Dokumentationen sind sozusagen Sketchnotes im Großformat. Im Idealfall, wie in den Beratungsprojekten von bikablo bildwerk, arbeiten Visual Facilitator und Graphic Recorder eng zusammen. Zum Beispiel in einem Meeting, einer Konferenz oder einem Workshop. Übrigens: Visual Storytelling wiederum bezeichnet die Präsentation von Inhalten, Information und Wissen mit visuellen Mitteln, beispielsweise in einem Vortrag oder Training. 

Der Mehrwert von Visual/Graphic Facilitation

Das Ziel ist meist, in Gruppenprozessen Klarheit und ein gemeinsames Verständnis der Gruppe zu erreichen. Und zwar zu Anliegen, Prozessen, Zielen oder Strategien. Warum? Die Gruppe soll möglichst partizipativ und eigenverantwortlich Lösungen finden. Dafür dient ihnen das Bild ihrer Erkundung als Resonanzfläche: Alle sehen jederzeit den Stand der Ermittlungen und können darauf aufbauen. Um einen solchen Dialog mit dem Bild zu ermöglichen, benötigt ein Visual Facilitator besondere Fähigkeiten. Denn er muss das Zeichnen, Schreiben, Strukturieren mit klassischen Moderationsmethoden verbinden.

Wissen präsentieren mit Visual Facilitation am Flipchart

Wie funktioniert Visual Facilitation in der Prozessbegleitung?

Der Visual Facilitator nutzt ein breites Repertoire an Tools zur visuellen Begleitung. Beispielsweise sind das Weiterentwicklungen klassischer Interventionen: Brainstorming, Metaplan-Technik, Mindmapping, Roadmaps und Process Mapping. Sie lassen sich durch eine visuelle Gestaltung lebendiger, zugänglicher und strukturierter machen. Das Besondere an bikablo: wir entwickeln ganz neue Methoden. Unter anderen ist das die Coaching-Intervention „Riesenrad“ oder die Kreativtechnik „SymbolSafari“ (aus unserem Buch „UZMO – Denken mit dem Stift“) Sie stellen die Macht und das emotionale Innovationspotenzial von Bildern in den Mittelpunkt.

In Gruppenprozessen arbeitet der Visual Facilitator meist live an Flipchart, Pinnwand oder Graphic Wall. Das Ziel ist, dass alle Teilnehmenden gleichermaßen beteiligt werden. Der Visual Facilitator gibt den Stift auch an die Gruppe weiter. Dadurch befähigt er sie, sich selbst visuell auszudrücken. Bei Remote/Online Facilitation gestaltet er hingegen virtuelle Räume für Gruppen- und Dialogprozesse mit digitalen Visualisierungs-Tools.

Mit Visual Facilitation lassen sich eine Vielzahl von Anlässen partizipativ, kreativ und lösungsorientiert begleiten: Projekt-Kick-Offs, agile Retrospektiven, Teamentwicklungs-Meetings, Leitbildprozesse, Großgruppenkonferenzen, Strategie-Workshops, Co-Creation-Events und Design-Thinking-Phasen zur Produktentwicklung.

bikablo als Pionier für Visual Facilitation

bikablo und die bikablo-Technik (auch bikablo-Visualisierungstechnik) stammen aus der Tradition partizipativer Veränderungsprozesse. Nach der Jahrtausendwende sind wir als Visual Facilitator und Graphic Recorder unter der Flagge der Organisationsberatung Kommunikationslotsen gestartet. Seit 2011 gibt es bikablo als eingetragene Marke. Seit 2015 sind wir ein eigenes, weltweit agierendes Unternehmen mit Sitz in Köln.

bikablo bildwerk: Beratung und Dienstleistungen

Unser Geschäftsbereich bikablo bildwerk bietet die ganze Palette der Visualisierung als Prozessbegleitung, Beratung und Dienstleistung an. Im Idealfall besteht ein bildwerk-Kundenprojekt aus einer intensiven Visual-Consulting-Beratungsphase und der verschränkten Arbeit von Visual Facilitating, Graphic Recording und strategischer Visualisierung. So können wir an verschiedenen entscheidenden Stellen von Lern-, Entwicklungs- und Veränderungsprozessen wirksam sein.

bikablo akademie: Training

Tausende von angehenden Visual Thinker, Visual Facilitator und Graphic Recorder haben ihre ersten Schritte mit unseren basics-Trainings gemacht. Einige davon haben in unserem Visual Facilitator Curriculum das Visualisieren zu ihrer professionellen Kernkompetenz entwickelt.

Unsere Kurse finden als Präsenztraining statt. Wenn es methodisch passt, veranstalten wir sie auch als Online-Training/Live-Webinar per Zoom. Wichtige Techniken bieten wir auch als Videotraining an. Alle Formate lassen sich individuell und inhouse in die Fortbildungsstrategie von Teams und Unternehmen integrieren.

bikablo Produkte

Mit der bikablo-Technik haben wir eine systematisch aufgebaute, schnell erlernbare und an die unterschiedlichsten Medien (Tablet, Papier, Whiteboard, Flipchart oder Graphic Wall), anpassbare Sprache aus visuellen Elementen entwickelt. In unseren Visuellen Wörterbüchern und Lernprodukten stellen wir Anwender/innen unsere Bild-Vokabeln und Templates zur Verfügung. Darüber hinaus gibt unser Praxis-Bestseller „UZMO – Denken mit dem Stift“ einen Gesamtüberblick über die Welt des visuellen Denkens, Lernens und Zusammenarbeitens und stellt einige der bikablo-Methoden vor. Nach und nach werden all diese Materialien auch digital angeboten.

als Moderator Visual Facilitation einsetzen
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Wie werde ich selbst Visual Facilitator?

Wer sich zum Visual Facilitator ausbilden möchte, besucht am besten zunächst ein zweitägiges basics-Training bei der bikablo akademie, um sich mit den Grundlagen der visuellen Sprache an Flipchart und Pinnwand vertraut zu machen. Im zweiten Schritt bieten die Module Visual Meeting Facilitation, Visual Coaching und Visual Process Mapping des bikablo Visual Facilitator Curriculums vertieftes Praxiswissen an. Hier lernen Teilnehmende wertvolle Anwendungen, um Visualisierung in unterschiedlichen Gesprächssituationen zu nutzen.

Wichtig dabei ist: Jeder kann Visual Facilitator werden! Man benötigt eine Portion Begeisterung für die visuelle Sprache und die Bereitschaft, kontinuierlich zu lernen. Hingegen ist eine grafische Vorbildung nicht notwendig. 

Die meisten Visual Facilitators bringen Kenntnisse und Fähigkeiten aus Coaching, Supervision, Training, Teamführung, Prozessbegleitung, Gruppenarbeit oder Moderation mit. Meist ist eine solide Ausbildung in einer der Spielarten von Prozessbegleitung die beste Voraussetzung, Visual Facilitator zu werden.

 

Warum ist bikablo der ideale Partner für Visual Facilitation?

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Inhouse trainings:
Susann Figueredo Hechavarria
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Open trainings:
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bikablo bildwerk project management & customer consulting
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Profilfoto Susann Figueredo
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