In dieser Ausgabe unseres bewährten bikablo-basics-Trainings nutzen Sie den Blick ins neue Jahr als Anlass, um die Grundlagen der bikablo-Visualisierungstechnik zu erlernen. Was genau erwartet die Teilnehmenden bei diesem ganz besonderen Training? Michaela Ruhfus und Christian Rommert aus dem Trainer/innen-Team geben Auskunft.

Christian und Michaela – wie seid Ihr auf die Idee für dieses besondere bikablo-basics-Training gekommen?

Christian: Wir beide sind der Meinung, dass es wichtig und wertvoll ist, sich immer wieder zu fragen: „Wo stehe ich? Was möchte ich noch gestalten und ermöglichen in meinem Leben?“. Und da wir beide gerne zeichnen und merken, dass die Arbeit mit dem Stift manchmal ganz unerwartete Ideen zutage bringt, entstand dieses Training.

Michaela: Wir arbeiten beide nicht nur als bikablo Trainer, sondern beschäftigen uns in anderen Standbeinen mit der Frage nach dem Sinn und Ziel, mit Veränderungsprozessen und Kreativität. Es ist uns aufgefallen, dass sich viele Übungen des basics-Trainings hervorragend dazu eignen, sich persönlichen Themen zu widmen und sie festzuhalten.

Es geht ja darum, am Schluss ein persönliches Ziele-Plakat fürs nächste Jahr mitzunehmen. Wie kann ich mir dieses Plakat vorstellen?

Christian: In unseren beiden Büros hängen große Plakate, die uns an das, was wir sind und was wir sein wollen, erinnern. Wir stellen uns als Ergebnis dieses Trainings etwas Ähnliches vor: ein selbstgestaltetes Plakat, dass die Teilnehmenden bei sich aufhängen können und das sie über das Jahr hinweg motiviert, einen neuen Weg zu gehen und ihre Ziele zu erreichen.

Michaela: Die Plakate können ganz unterschiedlich aufgebaut sein. Der eine hat vielleicht ein Ziel und vier konkrete Schritte vor Augen, die er abbilden möchte. Die andere eher eine bestimmte Qualität, die sie in ihr Leben bringen möchte. Ich habe z. B. ein Plakat bei mir hängen, das in einem Online-Training entstanden ist, bei dem ich als Hospitantin dabei war. Es zeigt nur ein Bild: ich auf einem Floss, das mich daran erinnert, loszulassen und mich dem Fluss des Lebens anzuvertrauen. Ich liebe dieses Bild: es ist so schön und war ein echtes Geschenk. Das Bild taucht an vielen Stellen in meinen Alltag auf und immer wieder werden mir neue Aspekte dieses Thema bewusst.

Das Online-Training, von dem ich grad sprach und viele weitere haben mir übrigens gezeigt, dass es durchaus möglich ist, mit einer Gruppe eng zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig zu inspirieren und in die Tiefe zu gehen, auch wenn jeder von uns an einem anderen Ort am Computer sitzt und am Flipchart steht.

Ein weiteres Zielbild, das mich lange begleitet hat, hat ein Partner einer Übung in meinem allerersten bikablo-Training für mich gezeichnet. Es hat länger als ein Jahr gedauert, bis ich das dort formulierte Ziel erreicht hatte. Es ging darum, in meinem Beruf meine kreativ-künstlerische Seite ganz leben zu können. Das Bild und der damit verbundene Prozess (und das Training, in dem es entstanden ist 😉 waren ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin!

Arbeitet Ihr mit den Teilnehmenden denn auch inhaltlich an den Visions-Themen?

Christian: Je klarer sich die Teilnehmenden ihrer eigenen Themen sind, desto einfacher wird es. Für einen ausführlichen Zielbildprozess sind zwei Tage etwas wenig Zeit. Aber: ja, wir werden auch die Themen anschauen und reflektieren. Im Prozess wird einiges deutlicher werden und sich durchsetzen und anderes wird verschwinden.

Michaela: Für mich ist Zeichnen und Visualisieren selbst auch ein Werkzeug, um zu mir zu kommen und mich zu sortieren – weil es ein Handwerk ist, ich ins Hier und Jetzt komme und mir Gezeichnetes wieder mit Abstand anschauen kann. Diese zentrierende und klärende Kraft in der Arbeit mit dem Stift möchte ich gern weiter geben. Wir leben ja grad in einer turbulenten Zeit, viele Menschen finden sich in ungewöhnlichen Situationen wieder, müssen umdenken und schnell praktische Lösungen entwickeln. Da braucht es Werkzeuge, um sich zu fragen: was ist das Wesentliche, wo geht es weiter? Einfach einen Stift zur Hand zu nehmen kann schon helfen.

Ich lerne in diesem Training aber genauso das Einmaleins des Visualisierens wie in den anderen basics-Trainings, oder? Und wie wird das Ganze online ablaufen?

Christian: Ja, wir lernen die gesamte bikablo Visualisierungstechnik, aber eben am Beispiel von Visionsthemen. Genau darum geht es!

Michaela: Das Training wird online stattfinden und daher sind die Zeiten etwas geändert: Am 26.11. findet von 09:00 bis 10:00 Uhr ein Technik-Check-In statt für alle, die noch nie mit Zoom oder Mural gearbeitet haben. Wir starten dann um 10:00 und arbeiten am ersten Tag bis 18:00 Uhr. Da wir immer wieder Phasen haben, in denen jeder für sich zeichnet, wird auch der Tag am Computer abwechslungsreich und nicht zu anstrengend. Am 27. November sehen wir uns von 14:30 bis ca.18:00 Uhr. Um nach dem Training alles sacken lassen zu können, etwas mit in den Alltag zu nehmen und mit einigem Abstand noch einmal auf das Erarbeitete zu schauen und bieten wir einen Follow-up Termin an am 02.12.2020 von 10:00 bis ca. 13:00 Uhr. Wir freuen uns sehr auf euch!


Christian RommertChristian Rommert war Pastor und Geschäftsführer eines kirchlichen Jugendverbandes, heute berät er Führungskräfte, schreibt für Magazine, initiiert Projekte, spricht beim „Wort zum Sonntag“ – und vermittelt das Denken mit dem Stift. So spannend wie sein Lebenslauf ist deshalb auch sein Profil, und das kommt dem bikablo-Team genauso zu Gute wie den Teilnehmenden seiner Visualisierungstrainings.

Michaela RuhfusMichaela Ruhfus kommt aus der bildenden Kunst und ist seit vielen Jahren im Bereich Organizing & ­Campaigning unterwegs. Damit arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Gestaltung, Prozessbegleitung und gesellschaftlichen Themen und kann diese Kompetenz bei bikablo als Graphic Recorderin, Visual Facilitatorin und Visualisierungstrainerin einsetzen.


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